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Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD)

Gastroskopie ausgewertet: Vollständigkeit, LA-Grad, Barrett-Ausdehnung, Hinweise auf Magenneoplasie.

Bald verfügbarESEndoskopie & OP-Videos

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Überblick

Funktionsweise

Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD) wertet eine aufgezeichnete Ösophagogastroduodenoskopie aus, als Video oder als die während der Untersuchung gespeicherten Standbilder. Übersehene Magenfrühkarzinome und Barrett-Neoplasien sind die wichtigsten Schwachstellen der ÖGD, und beide hängen mit einer unvollständigen Untersuchung zusammen; die Auswertung prüft Untersuchung und Schleimhaut gemeinsam.

Das Ergebnis listet auf, welche Standardstationen gesehen und fotografiert wurden, vom Ösophagus und der Z-Linie über Kardia, Fundus, Korpus, Angulus, Antrum und Pylorus bis zum Duodenum, und warnt bei fehlenden Stationen. Im distalen Ösophagus erkennt die Analyse eine erosive Ösophagitis und vergibt den Los-Angeles-Grad. Ein Barrett-Segment wird als Prag-C&M-Schätzung vermessen, und dysplasie- oder frühkarzinomverdächtige Areale werden für gezielte Biopsien markiert. Im Magen werden verdächtige Frühkarzinome und Adenome erkannt und abgegrenzt.

Einsatzzweck

Entscheidungsunterstützung nach der Untersuchung: eine dokumentierte Vollständigkeitsprüfung für das Qualitätsaudit, ein zweiter Blick auf den ösophagogastralen Übergang und den Magen sowie strukturierte Befunde für den Befundbericht. Läsionshinweise verweisen auf die Bilder, die für die Biopsieplanung relevant sind.

Zielgruppe

Gastroenterologen, Chirurgen des oberen Gastrointestinaltrakts, Ärzte in endoskopischer Weiterbildung und Abteilungen, die ihre Fotodokumentation auditieren. Entwickler nutzen die Analyse, um ein Endoskopie-Befundungssystem um strukturierte ÖGD-Befunde und Qualitätsindikatoren zu ergänzen.

Eingaben und Protokoll

Unterstützte Eingaben

  • Video: MP4, MOV oder MKV oder DICOM Video Endoscopic Image; eine typische ÖGD dauert 5–15 Minuten.
  • Standbildserien: die Fotodokumentation der Untersuchung als JPEG/PNG oder DICOM VL Endoscopic Image.
  • Lichtmodi: Weißlicht und Modi der virtuellen Chromoendoskopie (NBI, BLI, LCI, i-scan), pro Bild erkannt.

Anforderungen

Anforderung Grund
Inversionsblick auf Kardia und Fundus Vollständigkeit und Auswertung des Magens erfordern die Inversionsstation
Insufflierter, gespülter Ösophagus Schleim, Luftblasen und kollabiertes Lumen verdecken Erosionen und Barrett-Zungen
Klare Sicht auf die Z-Linie und den oberen Rand der Magenfalten Trennt einen Short-Segment-Barrett von einer unregelmäßigen Z-Linie und verankert Prag C&M
Nahaufnahmen suspekter Areale Neoplasiehinweise erfordern nahe Ansichten, idealerweise mit virtueller Chromoendoskopie

Optionale klinische Angaben

Indikation (Dyspepsie, Reflux, Barrett-Überwachung, Blutung), bekannte Barrett-Länge und frühere Histologie können in clinical_context übergeben werden.

Ergebnisse und Standards

Das Ergebnis

Abschnitt Inhalt
Vollständigkeit der Untersuchung Gesehene und fotografierte Stationen, mit Warnhinweis bei fehlenden Stationen
Ösophagitis (LA-Grad) Erosive Ösophagitis vorhanden oder nicht und Los-Angeles-Grad A–D
Barrett-Ösophagus Prag-C&M-Schätzung und Neoplasiehinweise für gezielte Biopsien
Magenneoplasie Erkannte und abgegrenzte Verdachtsbefunde auf Magenfrühkarzinom oder Adenom, mit Paris-Typ
Befundentwurf Optional (options.report): ein Fließtext auf Englisch, der das Ergebnis für die befundende Person einordnet (Befunde, Beurteilung, Einschränkungen); jede Zahl wird gegen die Befunde geprüft

Standards

  • Terminologie: WEO Minimal Standard Terminology (MST 3.0).
  • Qualität: ESGE-Leistungskennzahlen für den oberen GI-Trakt zur Fotodokumentation; das systematische Screeningprotokoll für den Magen.
  • Graduierung: Los-Angeles-Klassifikation der Ösophagitis; Prag-C&M-Kriterien und Seattle-Biopsieprotokoll beim Barrett-Ösophagus; Paris-Klassifikation oberflächlicher Läsionen.
  • DICOM und FHIR: Schlüsselbilder als VL Endoscopic Image, KOS-Listen der Schlüsselbilder, Läsionsmasken als Segmentation, Grade und Schätzungen in SR TID 1500; FHIR R4 Procedure und DiagnosticReport.

Barrett-Vermessung

Prag C ist die zirkumferente und M die maximale Ausdehnung der Zylinderepithelschleimhaut oberhalb des gastroösophagealen Übergangs, in Zentimetern. Aus dem Video werden beide ohne kalibrierten Maßstab geschätzt.

Ergebnisabschnitte

Eine Analyse liefert alle Abschnitte, die ihre Eingabe zulässt.

  1. Vollständigkeit der Untersuchungcompleteness
  2. Ösophagitis (LA-Grad)esophagitis
  3. Barrett-Ösophagusbarretts
  4. Magenneoplasiegastric-neoplasia
  5. Befundentwurfreport
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