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Skelettröntgen

Röntgen von Knochen und Gelenken: Frakturen, Luxationen, Knochenalter, Arthrose und Beinachse.

XRRöntgen & Durchleuchtung

Playground, API-Dokumentation und Beispiele sind auf Englisch.

Überblick

Funktionsweise

Skelettröntgen wertet jede Röntgenuntersuchung von Extremität, Gelenk, Hand oder Becken mit allen ihren Aufnahmen aus. Die Analyse bestimmt Körperregion und Projektion jedes Bildes, sucht Frakturen und Luxationen auf allen Aufnahmen gemeinsam und ergänzt dann die Messung, die die Region erfordert: Knochenalter an der Hand eines Kindes, Kellgren–Lawrence-Grad am Knie im Stand, Hilfslinien der Hüftdysplasie am Säuglingsbecken, Beinachse in der Ganzbeinaufnahme.

Frakturen werden pro Aufnahme mit Markierungsrahmen berichtet, dazu eine positive oder negative Aussage auf Untersuchungsebene und AO/OTA-Lokalisationscodes; Epiphysenfugenverletzungen bei Kindern erhalten einen Salter–Harris-Typ. Gelenkerguss und Lipohämarthros werden mit der Frakturauswertung berichtet, weil sie auf schwer sichtbare Frakturen hinweisen.

Einsatzzweck

Entscheidungsunterstützung für Ärztinnen und Ärzte, die eine Trauma- oder Gelenkaufnahme befunden, meist Notfallmediziner, Hausärzte oder Ärzte in orthopädischer Weiterbildung. Übersehene Frakturen gehören zu den häufigsten diagnostischen Fehlern in Notaufnahmen, und viele sind nur in einer Projektion sichtbar: Skaphoid, Radiusköpfchen, Wulstfrakturen bei Kindern. Die Analyse wertet jede Aufnahme aus und markiert jede Fraktur mit ihrem Beleg.

Zielgruppe

Notfallmediziner, Orthopäden und Unfallchirurgen sowie Ärzte in Weiterbildung, Radiologen, pädiatrische Endokrinologen (Knochenalter), Rheumatologen (Erosionsscore) und Kinderorthopäden (Hüftdysplasie). Entwickler nutzen dieselbe Analyse, um Frakturerkennung oder Knochenaltersbestimmung in ein PACS oder Kliniksystem einzubinden.

Eingaben und Protokoll

Unterstützte Eingaben

  • DICOM-Röntgenaufnahmen CR oder DX jeder Extremität, jedes Gelenks, von Hand, Fuß oder Becken; laden Sie die gesamte Untersuchung mit allen Projektionen hoch.
  • Spezialaufnahmen: linke Hand mit Handgelenk p.a. für das Knochenalter, Knie a.p. im Stand, Beckenübersicht a.p., Ganzbeinaufnahmen im Stand sowie Hand- und Fußserien bei rheumatoider Arthritis.
  • PNG oder JPEG: ausgewertet, aber unkalibriert; Längen und Gelenkspaltweiten werden dann nicht in Millimetern angegeben.

Anforderungen

Anforderung Grund
Alle Aufnahmen der Untersuchung Viele Frakturen sind nur in einer Projektion sichtbar
Pixelabstand und Vergrößerungsfaktor Werte in Millimetern; auf Ganzbeinaufnahmen wird eine Kalibrierkugel erkannt, andernfalls werden nur Verhältnisse und Winkel berichtet
Alter oder Geburtsdatum Pädiatrische Auswertung unter 18 Jahren: Wachstumsfugen, Ossifikationszentren und Salter–Harris
Geschlecht (für das Knochenalter) Die Standards des Knochenalters unterscheiden sich nach Geschlecht
Knie- und Beinaufnahmen im Stand (unter Belastung) Gelenkspaltweite und mechanische Achse werden unter Belastung beurteilt

Gipsverbände, Implantate und nicht standardisierte Projektionen werden erkannt und vermerkt.

Optionale klinische Angaben

Die Fragestellung (Unfallmechanismus, Verdacht auf Skaphoidfraktur, Wachstumsbeurteilung, bekannte rheumatoide Arthritis) und Voruntersuchungen können in clinical_context und prior_files übergeben werden.

Ergebnisse und Standards

Das Ergebnis

Ein JSON-Ergebnis mit einem Abschnitt pro Fragestellung; Abschnitte, die auf die hochgeladene Region nicht zutreffen, bleiben leer.

Abschnitt Inhalt
Frakturen und Luxationen Markierungsrahmen pro Aufnahme, Luxation, Gelenkerguss oder Lipohämarthros, positiv oder negativ auf Untersuchungsebene
Knochenalter Knochenalter in Monaten mit SD und z-Score gegenüber dem chronologischen Alter
Gonarthrose KL-Grad 0–4 pro Knie, OARSI-Grade für Gelenkspaltverschmälerung und Osteophyten, minimale Gelenkspaltweite
Coxarthrose Grad nach Kellgren–Lawrence oder Tönnis pro Hüfte und minimale Gelenkspaltweite
Hüftdysplasie Hilgenreiner- und Perkins-Linie, Pfannendachwinkel (AC-Winkel), Shenton-Menard-Linie und IHDI-Grad
Beinachse HKA-Winkel, Abweichung der mechanischen Achse, mLDFA, MPTA und Beinlängendifferenz
Sharp/van-der-Heijde-Score Erosions- und Gelenkspaltverschmälerungsscore pro Gelenk und der Gesamtscore
Gelenkimplantate Implantattyp und Hersteller, periprothetische Aufhellungssäume nach Zonen, periprothetische Fraktur
Knochenläsionen Markierungsrahmen oder Maske der Läsion, benignes oder malignes Erscheinungsbild und Lodwick–Madewell-Grad
Schätzung der Knochenfragilität Geschätzter T-Score-Bereich aus einer Hüft-, Wirbelsäulen- oder Thoraxaufnahme, mit Hinweis auf eine DXA
Befundentwurf Optional (options.report): ein Fließtext auf Englisch, der das Ergebnis für die befundende Person einordnet (Befunde, Beurteilung, Einschränkungen); jede Zahl wird gegen die Befunde geprüft

Standards

  • DICOM: TID 1500 Measurement Report für Knochenalter, KL-Grad, Winkel und Weiten; GSPS-Overlays für Markierungsrahmen und Linien; SEG für Läsionsmasken; Encapsulated PDF.
  • Frakturterminologie: AO/OTA Fracture and Dislocation Classification Compendium (2018) und Salter–Harris.
  • Graduierungssysteme: Atlas nach Greulich & Pyle, Kellgren–Lawrence, OARSI-Atlas, Tönnis, IHDI-Klassifikation mit Altersnormen für den Pfannendachwinkel, Paley-Nomenklatur der Achsabweichungen, Sharp/van der Heijde, Zonen nach Gruen und DeLee–Charnley, Vancouver-Klassifikation, Lodwick–Madewell.
  • Knochenfragilität: WHO-Kategorien nach T-Score und ein FRAX-Hinweis, mit Überweisung zur DXA.

Ergebnisabschnitte

Eine Analyse liefert alle Abschnitte, die ihre Eingabe zulässt.

  1. Frakturen und Luxationenfractures
  2. Knochenalterbone-age
  3. Gonarthroseknee-oa
  4. Coxarthrosehip-oa
  5. Hüftdysplasieddh
  6. Beinachseleg-alignment
  7. Sharp/van-der-Heijde-Scoresharp-score
  8. Gelenkimplantateimplants
  9. Knochenläsionenbone-tumors
  10. Schätzung der Knochenfragilitätosteoporosis
  11. Befundentwurfreport
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